04. September 2018

News September 2018

Es tut sich was! Peter Mani zieht sich, wie angekündigt, altershalber aus der Geschäftsleitung zurück, Andy Kipfer wird neu Mitglied der Geschäftsleitung. Auch aus unseren Projekten gibt es Spannendes zu berichten: Vom Wildbachentwicklungskonzept für eine Gemeinde im Allgäu, über die Oberflächenabfluss-Simulation für die Gemeinde Ersigen bis hin zur GIS-basierten Modellierung der regionalen Gesundheitsversorgung in der Schweiz.

 

Ein grosser Dank an Peter Mani und Wechsel in der Geschäftsleitung

Wie bereits angekündigt erreicht Peter Mani im September das offizielle Pensionsalter und tritt aus der Geschäftsleitung aus. Peter hat bereits die Gründungszeit von geo7 mitgestaltet und mit viel Herzblut und seiner Leidenschaft für geowissenschaftliche Themen unser Büro mehr als 30 Jahre massgebend geprägt. Für sein enormes Engagement und seinen unermüdlichen Einsatz danken wir Peter ganz herzlich! Es freut uns sehr, dass wir auch weiterhin auf das grosse Wissen und Netzwerk von Peter zählen dürfen - sei es als Naturgefahren-Experte in der Projektarbeit oder als Verwaltungsrat.

Damit wir die vielfältigen Themenfelder auch in Zukunft bestmöglich abdecken, wird weiterhin ein Dreier-Team die Geschicke von geo7 steuern. Wir heissen Andy Kipfer, langjähriger Mitarbeiter und sehr erfahrener Naturgefahren-Experte, als neues Mitglied in der Geschäftsleitung herzlich willkommen. Ab Oktober besteht die Geschäftsleitung somit aus Catherine Berger (Vorsitzende), Nicolas Lenz und Andy Kipfer.

 

Aktuelle Projekte

Integrales Wildbachentwicklungskonzept Reichenbach, Kempten
Im Auftrag des Wasserwirtschaftsamtes Kempten und in Begleitung des Landesamtes für Umwelt Bayern erarbeitet geo7 gemeinsam mit der HOLINGER AG und dem geowissenschaftlichen Büro geoAlp aus Deutschland ein Integrales Wildbachentwicklungskonzept (IWEK) für den Reichenbach. Der Reichenbach liegt in der Gemeinde Rettenberg im Allgäu und wurde um 1900 zum Schutz der Ortslage Reichen vor Hochwasserereignissen stark verbaut. Seither haben sich insbesondere die land- und forstwirtschaftlichen Nutzungen stark verändert. Im Rahmen einer integralen Systemanalyse wird die Entwicklung im Gebiet bis heute betrachtet und gemeinsam mit den Akteuren werden Zukunftsszenarien erarbeitet. Darauf basierend wird ein Leitbild erstellt, welches zusammen mit den heutigen Wildbachgefährdungsbereichen die Grundlage für ein Variantenstudium und ein Konzept für Schutzmassnahmen bildet. In diesem Grenz- und Büro-überschreitenden Pilotprojekt wird grosser Wert auf den Erfahrungsaustausch gelegt. Die unterschiedlichen Ansätze und Methoden werden eingehend diskutiert und die Erkenntnisse sollen in künftigen IWEK miteinfliessen. Kontaktperson: Catherine Berger

 

Gemeinde Ersigen: Simulation des Oberflächenabflusses
Mit der von geo7 modellierten Gefährdungskarte Oberflächenabfluss steht seit Juli 2018 schweizweit eine wertvolle Grundlage für den Umgang mit Oberflächenabfluss zur Verfügung. Informationen über die räumliche Verteilung und das Ausmass von Wasserzuflüssen ins Siedlungsgebiet bei verschiedenen Jährlichkeiten sind für die Planenden der Siedlungsentwässerung von zentraler Bedeutung. Zusammen mit der Gemeinde Ersigen und der OSTAG Ingenieure AG modelliert geo7 Oberflächenabflusskarten für verschiedene Jährlichkeiten und berechnet für eine Wiederkehrperiode von 5 Jahren die räumliche Verteilung und das Ausmass der Zuflüsse ins Siedlungsgebiet. Diese Informationen fliessen anschliessend in die Aktualisierung der Generellen Entwässerungsplanung (GEP) der Gemeinde Ersigen ein. Kontaktperson: Andy Kipfer

 

Gesundheitsversorgung, ein neues thematisches Umfeld dank erfolgreicher Partnerschaft
Das umfangreiche geowissenschaftliche Methodenset von geo7 bildet die Basis für die effiziente Bearbeitung unserer Projekte. Immer wieder bewegt sich geo7 auch über den Rand des bekannten GIS-Funktionsumfanges hinaus. So werden bei Bedarf neue Modelle in-house entwickelt und auf Fragestellungen aus dem Naturgefahren-, Umwelt- oder Energiebereich angewendet. In einer seit 2013 bestehenden Zusammenarbeit mit socialdesign (www.socialdesign.ch) gelang es wiederholt, das Methodenset von geo7 auch zur Beantwortung von Fragestellungen aus anderen Anwendungsbereichen in Wert zu setzen. So zum Beispiel zuletzt in einem Mandat des Schweizerischen Gesundheitsobservatoriums (Obsan). Gemeinsam wurde ein GIS-basiertes Modell entwickelt, um die regionale Verteilung von Angebot und Nachfrage in der Gesundheitsversorgung sichtbar zu machen. Anhand des Modells können regionale Unterschiede in der Versorgung dargestellt, deren künftige Entwicklung prognostiziert und darauf aufbauende Massnahmen geplant werden. Kontaktperson: Nicolas Lenz


Personelle Änderungen

Martin Senn ist seit Juni offiziell akkreditierter Energiestadtberater und kann diese Tätigkeit nun selbständig ausführen – so wie im Moment für die Gemeinde Urtenen-Schönbühl. Michael Pauli, Projektleiter Naturgefahren, hat uns per Ende August verlassen, um eine neue berufliche Herausforderung anzutreten. Wir danken ihm für seinen grossen Einsatz bei geo7 und wünschen ihm alles Gute! Ergänzt und verstärkt wird unser Team ab Anfang Oktober durch Daria Schmutz und Natascia von Wattenwyl. Daria Schmutz studierte Geografie an der Universität Bern in der Forschungsgruppe Geomorphologie, Naturgefahren- und Risikoforschung und wird uns vor allem im Geschäftsfeld Naturgefahrenmanagement unterstützen. Natascia von Wattenwyl studierte ebenfalls an der Universität Bern Geografie und zwar in der Forschungsgruppe Hydrologie. Sie wird primär im Geschäftsfeld Modellbildung und Simulation tätig sein. Wir heissen beide bei geo7 herzlich willkommen und freuen uns auf die Zusammenarbeit!

 

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