10. November 2016

Klima Schweiz im Brennpunkt

Im neuen Bericht “Brennpunkt Klima Schweiz” wird der aktuelle Stand des Wissens zum Klimawandel in der Schweiz zusammengefasst. Darauf aufbauend werden die Auswirkungen und mögliche Anpassungsstrategien aufgezeigt sowie Ansätze zur Reduktion des Klimawandels diskutiert. Nun ist es an der Politik, der Verwaltung, der Wirtschaft und an jedem einzelnen zu Handeln. Die dazu notwendigen Grundlagen liegen vor.

Am Montag, 6. November wurde der Bericht „Brennpunkt Klima Schweiz“ anlässlich einer Tagung in Bern vorgestellt und veröffentlicht. Dieser Bericht wurde in einem Netzwerk von über 70 Expertinnen und Experten aus dem Klimabereich unter der Leitung von ProClim, dem Forum für Klima und globale Umweltveränderungen der Akademie der Naturwissenschaften Schweiz (SCNAT) mit der Unterstützung durch das Beratende Organ für Fragen der Klimaänderung OcCC sowie dem Bundesamt für Umwelt BAFU erarbeitet. Mit Fokus auf die Schweiz behandelt dieser Bericht Grundlagen und Folgen des Klimawandels und zeigt Handlungsfelder auf. Nach einer Vorstellung der zentralen Erkenntnisse wurde in Parallelsessions darauf eingegangen welche Folgerungen sich in den Bereichen Mitigation, Migration, Klimaszenarien CH2018 sowie Anpassung für die Schweiz ergeben. Anschliessend folgten ein Ausblick sowie die offizielle Veröffentlichung des Berichtes.

Peter Mani hat als Experte aktiv zum Bericht beigetragen und beleuchtet zusammen mit Christoph Schär (ETH Zürich) die Notwendigkeit von Klimaszenarien und geht auf „undenkbare“ Hochwasserereignisse in Praxis und Wissenschaft ein. Die im Bericht formulierten Auswirkungen und Handlungsfelder werden auch unsere weiteren Tätigkeiten bei geo7 beeinflussen. Neben den Auswirkungen des Klimawandels auf die Naturgefahrenprozesse, z.B. durch auftauenden Permafrost, sind bedeutende Auswirkungen auf den Wasserhaushalt zu erwarten. Neben dem Wasser-Überschuss in Form von Überschwemmungen durch Extremniederschläge treten vermehrt auch Themen wie Trockenheit und der Umgang mit dem knappen Nass in den Fokus. Weiter ist von Interesse wie sich der Gletscherrückzug auf die Abflussverhältnisse im Unterlauf auswirken wird und welche Folgen zum Beispiel für Kraftwerksbetreiber zu erwarten sind. Doch neben den erwarteten Auswirkungen des Klimawandels sind wir vor allem auch daran interessiert, gemeinsam mit Kunden und Partnern mögliche Handlungsstrategien für die Zukunft auszuarbeiten. Ein frühzeitiges Agieren und Abklären von Massnahmen im Rahmen der Mitigation und Adaption ist gefragt – die Fakten liegen auf dem Tisch.