14. Dezember 2015

Der Kanton Graubünden verfügt neu über eine Gefahrenhinweiskarte Wasser

Mit der Gefahrenhinweiskarte Wasser steht im Kanton Graubünden eine detaillierte, flächendeckende Grundlage zur Verfügung, die u.a. für die Analyse der Überflutungsgefährdung, die Priorisierung von Massnahmen und Detailanalysen oder für die Beurteilung der Kostenwirksamkeit von Massnahmen verwendet werden kann.

Im Auftrag des Amtes für Wald und Naturgefahren des Kantons Graubünden hat geo7 eine Gefahrenhinweiskarte (GHK) Wasser erarbeitet. Damit steht über den gesamten Kanton Graubünden eine nach nachvollziehbaren und einheitlichen Kriterien erstellte Grundlage zur Verfügung, welche potentielle Überflutungsflächen in einem für eine Gefahrenhinweiskarte hohen Detaillierungsgrad bezeichnet. Das Niveau einer Gefahrenkarte wird mit dem Produkt aber nicht erreicht.

Grundlage für die GHK Wasser bildet das digitale Geländemodell swissALTI3D der Swisstopo. Soweit verfügbar wurden in dieses die vermessenen Querprofile grösserer Flüsse integriert. In einem weiteren Schritt wurden die potenziellen Schwachstellen ermittelt und für diese die hydrologischen Szenarien berechnet. Mit diesen Grundlagen wurde die Überflutungssimulation mit Hilfe des Simulationsmodells FloodArea der Firma geomer durchgeführt.

Dank der Simulationsstrategie und dem Datenmodell, über das sich jede Überflutungsfläche einer Schwachstelle zuweisen lässt, bietet das Produkt vielfältige Anwendungsmöglichkeiten, ohne dass spezifische Neu-Simulationen durchgeführt werden müssen. Zudem bietet die GHK Wasser weitere Auswertungsmöglichkeiten, beispielsweise bei der Beurteilung der Kostenwirksamkeit von Massnahmen oder bei der Erarbeitung eines Schutzbautenkatasters. Hier kann nachgewiesen werden, welche Schadenpotenziale durch Bauwerke geschützt werden.

Test

Ausschnitt GHK Wasser

Integration Querprofile in DHM